Elbenleid
Als vor Äonen die Welten sich schieden
Gingen wir fort, fielen in Raum und Zeit
Gingen fort und wir sind hier geblieben
Verloren uns in einer Welt der Sterblichkeit
Nebel des Vergessens legten sich auf unser Haupt
Von dem, was wir einst waren blieb nicht mehr als nur ein Hauch
Ein endloses Meer liegt zwischen uns
Verhüllt und dunkel das, was uns're Heimat war
In unserm Innern ruft sie stets nach uns
Zum Greifen nah und doch unerreichbar
Wenn am Himmel erleuchten die Sterne
Wenn in uns die alte Sehnsucht erwacht
Und der Blick schweift in unendliche Ferne
Erklingt ein Lied in der Stille der Nacht
Singt von einem Leid, das kaum ein Sterblicher erkennt
Von einem alten Schmerz, der heiss in uns'rer Seele brennt
Ein endloses meer der Einsamkeit
Wo ist das Schiff, das uns einst nach Hause bringt?
Nur im Herzen sind wir nicht geteilt
Zum Greifen nah und doch unerreichbar fern...
Als vor Äonen die Welten sich schieden
Gingen wir fort, fielen in Raum und Zeit
Gingen fort, und wir sind hier geblieben
Verloren uns in dieser Welt der Sterblichkeit...
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