Weck mich auf
Kalter Tau auf meinen Füssen
Heisser Wind in meinem Haar
Purpurrotes Himmelsfeuer
Brennt am Firmament heut Nacht
Eisigkalte schwarze Schatten
Legen sich um mein Genick
Winden sich um meinen Körper
Lähmen, fesseln binden mich
Kann meine Glieder nicht mehr spür'n
Vermag nicht, einen Schritt zu geh'n
Die luft zum Atmen viel zu schwer
Schneidet tief in meine Kehle
Weck mich auf aus diesem Traum
Der die letzte Kraft mir raubt
Gib mich frei aus diesem Spiel
An das ich niemals wirklich geglaubt
Nur ein Schieben und ein Zerren
Nur ein Taumeln, kein Versteh'n
Aufgeknüpft vom eignen Leben
Immer um mich selbst mich dreh'n
Kmich biegen, kann mich winden
Auf Knien kriechen oder steh'n
Kann doch den Weg vor mir nicht seh'n
Auf den sich dichter Nebel legt
Blind geschlagen steh ich hier
Meine Schatten jagen mich
Laufe vor mir selbst davon
Und steh mir selbst in meinem Weg
Weck mich auf aus diesem Traum
Der die letzte Kraft mir raubt
Gib mich frei aus diesem Spiel
An das ich niemals wirklich geglaubt
Jeden Tag beginnt dein neues Leben
Leg ab das alte graue Staubgewand
Du spürst es schwer an deinem Leibe kleben
Leg's ab und renn nicht weiter an die Wand
Weck mich auf aus diesem Traum
Der die letzte Kraft mir raubt
Gib mich frei aus diesem Spiel
An das ich niemals wirklich geglaubt
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